319 Likes - De En Fr It o Google konnte einst nur Websites lesen, keine User-Daten
o Google-Preisfrage: Wie kommen wir an die Daten der User?
o Es brauchte dazu speziell programmierte Tools
o WordPress-Websites integrieren seit 2007 diese Tools
o Analytics: Ein Tool, das die User sehr genau beobachtet
o Der Website-Betreiber verfolgt damit seine Besucher
o Google jedoch sieht alle Besucher aller 30 Mio. Websites
o Damit besteht Echtzeit-Übersicht über alle Besucher 24/7
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Bei Analytics sieht jeder das Verhalten des Besuchers seiner Website, aber Google sieht das Verhalten aller Besucher, aller dreissig Millionen Websites, auf denen Google Analytics installiert ist. Eine Echtzeitübersicht über das Besucherverhalten in jeder Sekunde, vierundzwanzig sieben, das ganze Jahr über.
Analytics, der Ausverkauf an Silicon Valley. Selbst programmierte Websites schicken keine User-Daten ins Silicon Valley. Bis 2007 waren die Websites allgemein überwachungsfrei. Heute spedieren fast alle Websites ihre Besucherdaten ins Silicon Valley. Wie kommt es dazu? Woher kommt diese Differenz? Das Silicon Valley, also Google, hat eigentlich gar keinen Zugriff auf Ihre Besucherdaten. Es kann nur die Website selber lesen, genauso wie jeder Browser auch. Genauso wie Sie auch, indem Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Quellcode anschauen" wählen. Im ursprünglichen HTML kann jeder den Quellcode einer Website anschauen und keiner auf die Besucherdaten zugreifen. Es geht nicht. Keine Chance. Google war ursprünglich ein sehr gut funktionierender Suchdienst. Doch das war ihm anscheinend nicht genug. Man wollte nicht nur die Website, sondern auch die Besucherdaten lesen. Die Milliarden-Dollar-Preisfrage lautete also: Wie kommen wir an die Besucherdaten? Durch spezielle Tools, durch spezielle Gratis-Tools. Durch Gratis-Tools, welche wir an den Mann, sprich an die Webdesigner, bringen müssen. 2007 war dann der Moment, da das Internet aufs Handy kam. Das grosse Internet aufs kleine Handy. Das war den Webdesignern zu kompliziert zum Programmieren. Sie verwendeten darum fast nur noch WordPress. Sie füllten Texte und Bilder ein und luden die WordPress-Website aufs Internet. Das war der Moment des grossen Durchbruchs für Google! Sie boten WordPress ihre Gratis-Tools an, welche das Erstellen und Vorhalten der WordPress-Sites noch mehr vereinfachte. Und Bingo! Zig Millionen WordPress-Websites gingen in die Welt hinaus. Websites, die mit all den Google Tools versehen sind und fortan alle Besucherdaten jederzeit an Google spedieren. Darunter auch Google Analytics, das in immer wieder anderen Angeboten kam. Wie wird Google Analytics von Google selber angeboten?
"Gewinne wichtige Erkenntnisse über Kunden."
Sie sehen damit buchstäblich den Weg eines Besuchers durch Ihre Website, wo er wie lange weilt und wo er sie wieder verlässt, wann er wiederkommt und wie oft er am Ende da war. Das alles und noch mehr sieht der geübte Anwender von Analytics. Und jetzt kommt die Sensation, was, glaube ich, keiner sieht: All die Custom Insights, die Erkenntnisse über alle Ihre Besucher, die erhält natürlich auch: Google! Und nicht nur die, sondern die Daten aller Besucher aller analysierter Websites. Im Jahr 2024 hatten neunundzwanzig Millionen Websites Google Analytics installiert. Egal, wer von denen tatsächlich die Details seiner Besucher jeden Tag studiert, Google wird sie ausnahmslos auswerten und abspeichern und hat daher eine Megaübersicht über den Internetverkehr der ganzen Welt. Jeden Tag, vierundzwanzig sieben, das ganze Jahr über. In der Datenschutzerklärung der mit Analytics verseuchten Websites steht seit einigen Jahren der Standardtext, dass die IP-Adressen der analysierten User anonymisiert werden. Können die Besucher einer solchen Website jetzt entspannt zurücklehnen? Natürlich nicht, denn Analytics funktioniert nur mit JavaScript. Von jedem Besucher gibt es in JavaScript fünfzig bis siebzig Eigenschaften. Wenn die IP-Adresse anonymisiert wird, bleiben alle anderen neunundvierzig bis neunundsechzig Daten unverändert und mit diesen wird jeder Besucher identifiziert. Ich mache ein Beispiel. Bei mir ist ein spezieller Hintergrund auf dem Bildschirm sichtbar. Plus ich habe einige Browsererweiterungen. Das reicht natürlich, um mich eindeutig zu identifizieren, weil niemand anders im Internet diese Kombination hat.
Wie merkt man, ob auf einer Website Analytics installiert ist? Rechte Maustaste klicken, "Quellcode anzeigen" wählen. Bei Mac Control-Taste, dann "Quellcode anzeigen". Voraussetzung ist ein Computer. Mit Handy ist alles komplizierter. Dann die ersten drei Buchstaben des geliebten Konzerns, mehrmals klicken. Wenn Sie auf eine Stelle gelangen, die etwa so aussieht, wenn die Website diesen Code aufweist, dann ist Analytics installiert. Sie wurden registriert, auch wenn die Datenschutzerklärung das Gegenteil behauptet. Wie Sie sich durch die Website bewegen, wann, wie oft. Vor 2007 bot HTML keine Möglichkeit, Besucherdaten zu sammeln. Erst indem die Webdesigner grossflächig WordPress verwendeten und WordPress die Google Tools integrierte, darunter Google Analytics, hatte Google die ungeahnte Möglichkeit, das gesamte Internet zu überwachen. In jeder Sekunde alle Bewegungen aller User. Bei Analytics sieht jeder das Verhalten des Besuchers seiner Website, aber Google sieht das Verhalten aller Besucher aller dreissig Millionen Websites, auf denen Google Analytics installiert ist. Eine Echtzeitübersicht über das Besucherverhalten in jeder Sekunde, vierundzwanzig sieben, das ganze Jahr über.
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