316 Likes - De En Fr It o Die heutigen Cookies verkaufen Daten an Databroker
o HTML-Websites brauchen normalerweise keine Cookies
o Das Cookie macht, dass z. B. ein Warenkorb funktioniert
o Erst mit WordPress hat jede Website ein Cookie-Banner
o Das Cookie wird neu für externen Kontakt verwendet
o Databroker haben Übersicht über Mia. Userdaten
o WordPress hat 2007 das Internet an Google übergeben
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Nun besticht ja das Google Marketing durch seine Genialität. Was, wenn wir tausend Schriften anbieten, für die ganze Welt? Über Fertigwebseiten wie WordPress zur Auswahl.
Google Fonts: Permanente Internetübersicht weltweit. Wegen der Google Fonts geben Sie Ihre Daten schon ab, noch bevor Sie die Website gesehen haben. Welche Daten? Da gibt uns die Google FAQ Auskunft:
'Wenn Endnutzer eine Website besuchen, auf der Google Fonts eingebettet sind, senden ihre Browser HTTP-Anfragen an die Google Fonts Web API. Darunter zählen die IP-Adresse, die angeforderte URL, die HTTP-Header, den User Agent enthalten mit dem Internetbrowser, der Betriebssystemversion, der Verweis-URL' et cetera.
Welche Websites betrifft das? Das sind vor allem die Fertigwebsites, zum Beispiel WordPress Websites. Zurzeit existieren sechshundertfünf Millionen WordPress Websites. Das gibt Google einen schönen Überblick. Permanent, vierundzwanzig sieben. Jeder Tag, an dem Sie im Internet unterwegs sind, wird aufgezeichnet. Da kommt übers Jahr etwas zusammen. Deshalb sprechen Sie nicht mehr über Hacker und Forensiker der Polizei. Die können nur Einzelne ausspionieren. Schauen Sie drauf, was Google und Co macht. Da spielt die Musik. Da kommen wirklich Daten zusammen.
Wie sehen Sie, ob eine Website den Google Font aufweist? Wir schauen uns direkt den HTML-Code an. Mit der rechten Maustaste klicken wir auf die Website und aus dem Menü wählen wir 'Quellcode anzeigen' aus. Wir sehen den Quellcode oder HTML-Code der Website. Diesen kann man durchsuchen: Ctrl F, auf dem Mac Command F. F für 'Find'. Die Amerikaner suchen nicht lang, sie finden. Wir geben die drei Anfangsbuchstaben unseres heiss geliebten Konzerns ein, klicken zwei bis dreimal und da ist das Corpus Delicti: Fonts googleapis.com.
Die allermeisten Websites weisen den Google Font auf. Wie kommt es nun dazu? Bequemlichkeit ist ein Feind der Freiheit. Die WordPress&Co.-Designer wählen ihn aus einer Dropdown-Liste. Dass dieser von Google stammt, stört Google jedoch überhaupt nicht. Google schlägt sogar selber vor, seit Jahren schon in verschiedenen Varianten, dass man den Font selber hosten soll. Das schreiben sie hier in der Google FAQ:
'Anstatt Schriftarten von Google Servern abzurufen, können Entwickler Webschriftarten lokal auf ihrer Website hosten, indem sie die Schriftarten herunterladen und auf ihren Server hochladen. Wenn eine Schriftart von den Servern des Websitebetreibers geladen wird, erhält Google keine Daten zu den Besuchern der Website.'
Da haben wir's! Aber das macht keiner. Es ist ihnen vermutlich egal, und die anderen machen es auch. Hunderte Millionen von anderen.
Die WordPress Websites haben sich erst nach 2007 verbreitet, als Big Tech das Internet komplett übernahm, weil das Internet 2007 wegen dem iPhone 1 aufs Handy kam und über WordPress all die Google Tools eingeführt wurden. Zuvor konnte der Webdesigner nur zwischen neun bis zehn Schriften wählen, nämlich die, welche jeder auf seinem PC hatte. Es gab keine Möglichkeit, Schriften herunterzuladen, bis findige Unternehmer genau das anboten: Schriften zum Download für Websitebetreiber, gegen Gebühr.
Nun besticht ja das Google Marketing durch seine Genialität. Was, wenn wir tausend Schriften anbieten für die ganze Welt? Über Fertigwebseiten wie WordPress zur Auswahl. Wenn Hunderte Millionen Websites etwas von uns brauchen, wenn ihre Besucher alle etwas von uns herunterladen müssten, dann sehen wir die IP-Adressen, Ort, Zeit, Browserversion, Betriebssystem et cetera. Von jedem Einzelnen, täglich, vierundzwanzig-sieben, das ganze Jahr über. Dann sehen wir die Bewegungen der Websitebesucher der ganzen Welt.
Und das ist das Ergebnis! Durch das Angebot der Google Fonts sieht Google Ihre Bewegungen durchs Internet jeden Tag vierundzwanzig-sieben, das ganze Jahr über - weil ein Grossteil der Websites seine benötigten Schriften vom Google Server holt, statt sie selber zu hosten. Dem Google Marketing ist da wahrlich ein Riesencoup gelungen! Sie können sich merken, wenn Sie etwas von einem anderen Server holen, erhält dieser andere Server einen Eintrag von Ihnen. Wir haben die Fonts deswegen immer auf dem eigenen Server.
Dies ist ein weiterer Beitrag zum Thema "Wenn es kein anderer sagt, sag's halt ich". Weitere Videos sehen Sie jederzeit auf blog.muinar.ch, überwachungsfrei und werbeunterbrechungsfrei. Sie können auch auf blog.muinar.ch das Video liken, abonnieren und kommentieren, ohne irgendeinen Algorithmus zu füttern. Wenn Sie eine Website brauchen, welche Ihre Besucherdaten nicht in Silicon Valley spediert, schauen Sie auf muinar.ch vorbei. Das war's für heute. Vielen Dank fürs Reinschauen und bis zum nächsten Mal.